Tja,… Muttertag, wie er früher war. Wie war er früher? Ich kann mich an meine Zeit im Kindergarten erinnern und wie toll es jedes Jahr war, für Mama was zu basteln und ein Gedicht zu lernen. Auch an die Zeit in der Volksschule habe ich schöne Muttertags-erinnerungen. In krakeliger Schrift geschriebene Muttertagskarten mit dem Schlusssatz „Mama, ich hab dich lieb!“.
Wahrscheinlich würde ich alle unsere Karten in Mamas privaten Überbleibseln finden – vielleicht mach ich mich mal auf die Suche. Obwohl, wenn ich mich so recht entsinne, wäre der Schmerz doch größer als die Freude darüber.
Und dann waren die Muttertage meiner Pubertäts-phase. Die ausführlichen Schilderungen lass ich hier mal aus, nur soviel, dass meine Mama und ich sehr schwierige Zeiten miteinander hatten. Sie mit mir und ich mit ihr.
Die Jahre bevor ich selber Kinder hatte, hab ich meiner Mama jedes Jahr am Muttertag ein Frühstück gemacht und ihr einen Strauß selbst gepflückter Blumen geschenkt. Egal, wie lange die Nacht zuvor gedauert hat, ich bin jedes Jahr um spätestens halb 8 Uhr auf dem Weg zu ihr gewesen um das Muttertagsritual zu pflegen. Wir haben die Zeit gemeinsam genossen – und das nicht nur am Muttertag.
Als ich mit 31 Jahren selber Mama geworden bin, hab ich das Ritual beendet um den Morgen im Kreise meiner kleinen Familie zu verbringen. Es ist schön, das Frühstück ans Bett zu bekommen und wenn eine kleine Kinderhand mir frisch gepflückte Gänseblümchen unters Gesicht hält. Dennoch blieb die leise Wehmut an die vergangenen Jahre, an ein Ritual, das ich als Danksagung stets gepflegt habe und das Wissen, dass keiner mehr meiner Mama am Muttertag ein Frühstück macht.
Im Nachhinein glaube ich, dass auch sie das Ritual vermisst hat, auch wenn ihre Worte mir etwas anderes vermittelt haben. „Monika, für mich ist doch jeden Tag Muttertag, weil ich so tolle Kinder habe. Und das Schönste ist, dass ihr alle euren Weg ins Leben gefunden habt.“
Und so ziehen die Jahre durch’s Land. Nichts bleibt wie es ist. Alles verändert sich. Das was bleibt, ist die Erinnerung, die Dankbarkeit und die Liebe – die alle Zeiten durchbricht.
Alles, alles liebe zum Muttertag Mama
Ich liebe dich so fest,
wie der Baum seine Äst,
wie der Himmel seine Stern,
so hab‘ ich dich gern
Wunderschön…Danke…
Wunderschön, berührende Zeilen die aus dem Herzen kommen. Vielen Dank, dass Du das mit uns teilst.
Mamas sind unser erster Kontakt unser erstes Zuhause. Dieses Band ist immer spürbar, auch wenn wir sie nicht mehr umarmen können.
AUCH WENN ICH MAL NICHT DA BIN UND AUCH WENN NICHT ALLES EINFACH IST, WOLLT ICH DIR NUR SAGEN, DASS DU IMMER MEINE HEIMAT BIST!
Trifft mich mitten ins Herz. Wunderschön geschrieben, danke, dass du das mit uns teilst.
Ich finde die Idee wunderschön deiner Mutter so ein wertvolles Geschenk zu widmen. Sie bleibt immer in Erinnerung und in deinem Herzern. Mutter sein ist was Einzigartiges und Bestimmtes im Leben. Deine Mama schaut jeden Tag auf dich herunter und ist sehr stolz auf DICH💜💜💜